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Wände richtig streichen: So geht’s

Ein neuer Anstrich kann in Räumen die ganze Stimmung verändern. Frische, helle Farben rufen positive Gefühle hervor, Satte Töne wie Dunkelblau oder Waldgrün wirken beruhigend und lassen uns zur Ruhe kommen. Ein neuer Anstrich schafft verändert nicht nur die Atmosphäre im Raum, er bildet auch eine ganz neue Basis für die Einrichtung im Raum. Möbel bekommen eine Bühne, werden durch starke Farbkontraste besonders hervorgehoben und der Raum erhält eine neue Struktur und optische Ordnung.

Wie der neue Anstrich gelingt und am Ende ein schönes Farbergebnis entsteht, verraten wir Ihnen mit ein paar praktischen Tipps.

1. Richtig streichen – die Richtung zählt: von oben nach unten arbeiten.

Beim Streichen gilt, beginnen Sie immer am oberen Teil der Wand. Wer also nicht nur Wände sondern auch die Decke streichen möchte, sollte auch dort beginnen. Einzelne Farbspritzer können dann noch problemlos von der Wand entfernt oder überstrichen werden. Wichtig ist, dass Sie vorher Boden und Leisten abkleben und mit Folie bedecken, so vermeiden Sie Farbspritzer und sorgen für saubere Kanten und Abschlüsse.

2. Leisten Sie Vorarbeit: Ränder, Ecken und Kanten vorstreichen.

Ist die Decke getrocknet, geht es mit Rändern, Ecken und Kanten im Zimmer weiter. Nach dem Abkleben werden Sie mit einem Flachpinsel oder einer kleinen Farbrolle vorgestrichen, bevor es an die großen Flächen geht.

3. Die „Kreuzgang“-Technik: So entsteht ein einheitliches Ergebnis

Nachdem die Ecken und Kanten vorgestrichen wurden, beginnen Sie mit der Gesamtfläche der Wand. Die Fläche wird mit einer breiten Fellrolle bahnenweise im sogenannten „Kreuzgang“, also erst längs und dann quer, netzartig koloriert. Dabei streicht man mit dem Lichteinfall, also vom Fenster in den Raum. Ein einheitliches Flächenbild entsteht, wenn zügig „nass in nass“ gearbeitet wird, damit keine Farbabsätze antrocknen können.

4. Richtig vorbereiten und trocknen: Darauf sollten Sie vor und nach dem Streichen achten

Vor dem Streichen sollten Sie die Heizung runterdrehen und Zugluft vermeiden, damit die Farbe nicht zu schnell trocknet. Jede Teilfläche an der Wand zum Schluss noch einmal absatzfrei abrollen, um Schattierungen zu vermeiden. Eine Wandfläche immer zu Ende streichen, bevor Sie mit der nächsten beginnen. Stark pigmentierte Farben brauchen zwei Anstriche. Bevor Sie Ihre Wunschfarbe auf unbehandelte graue Gipskartonwände mit gespachtelten Stößen oder auf neuen, stark saugenden Putz malen, erst einen wasserverdünnbaren Tiefengrund und einen Grundanstrich in lichtem Grau aufbringen. Erst wenn alle Wände fertig gestrichen sind, sollten Sie den Raum gut lüften und die Farbe mindestens über Nacht trocknen lassen, bevor Sie Möbel wieder an die Wand rücken.

5. Nach dem Anstrich: Farbe und Werkzeug richtig lagern

Bleibt ein Rest im geöffneten Farbeimer, wird er luftdicht in ein Glas mit gut schließendem Schraubdeckel umgefüllt und für kleine Ausbesserungen verwahrt. Das Werkzeug, Rollen und Pinsel unbedingt sofort auswaschen, bevor die Farbe antrocknet, so können Sie das Werkzeug auch für weitere Projekte verwenden.

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