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Designer-Klaus-Brettner

SCHÖNER WOHNEN-Kollektion

Interview

Welche besonderen Anforderungen stellte das Thema Mitnahmemöbel an Sie als Designer?

Zum einen galt es, ein Möbel zu entwerfen, das zwar eine einheitliche Formensprache spricht, aber im Design so differenziert ist, dass man mit ihm viele Einrichtungsstile realisieren kann. Dazu mussten technische und logistische Aspekte berücksichtigt werden. Eine komplexe und spannende Aufgabe.

Kleinere Wohneinheiten und berufliche Mobilität: Bestimmen Zerlegtmöbel das Interieur der Zukunft?

Betrachtet man die Entwicklung von Wohnungsgrößen und Mobilitätsanforderungen,  so werden Zerlegt- und Mitnahmemöbel in entsprechender Qualität sicher noch weiter an Bedeutung gewinnen und ein wichtiger Baustein zukünftiger Einrichtungskonzepte sein. „Mitnahme“ bedeutet dann „von einem Standort zum nächsten“. Darüber hinaus macht der eigenständige Aufbau so ein Möbel zu meinem „persönlichen“ Einrichtungsstück. 

Was zeichnet Ihr Schöner Wohnen-Programm MONTEO aus?

MONTEO sind moderne, geradlinige Einzelmöbel mit weichen Akzenten, Farbvarianten, Materialmix und verschiedenen Aufstellmöglichkeiten: klassisch auf Sockelgleitern, skandinavisch mit Holzfüßen, italienische mit Metallgestell oder wandhängend. So lässt es sich vielfältig einsetzen – als Einzelmöbel oder interessante Wandarchitektur, Stau- und Schauraummöbel für alle Wohnbereiche.

Ein anthrazitfarbenes Innenleben ist markant und neu – braucht man dafür Mut?

Nein, das glaube ich nicht, denn der grundsätzlich dunkle Innenkorpus wertet das Möbel auf und gibt ihm beim Öffnen der Fronten eine moderne und interessante Ausstrahlung. Auch bietet der einheitliche Innenkorpus Vorteile in Produktion und Logistik. Vergleichbar mit der Automobilindustrie lässt sich hier von einem echten Baukasten-System sprechen, bei dem identische Innenkorpusse für unterschiedliche Designs und Einrichtungsstile verwendet werden.

Mit den Augen des gelernten Tischlers betrachtet: wie oft kann man MONTEO für einen Umzug demontieren und wieder aufbauen?

Das Möbel bringt alle Voraussetzungen für einen wiederholten Aufbau mit: zahlreiche stabile Metall-Beschläge und wertige Massivholz-Komponenten, mit denen man beim Montieren natürlich sorgsam umgehen sollte. Durch die kompakten Formate des Programms muss man Low-, Side- und Highboard für einen Umzug gar nicht erneut zerlegen, bei Bett und Kleiderschrank dagegen macht das natürlich Sinn.

Welche der drei Stilwelten ist Ihr persönlicher Favorit?

(Schmunzelt) Gestalterisch gefallen mir natürlich alle Stilwelten. Aber meine ganz persönlichen Favoriten sind die wandhängende Version und die Variante mit Metallgestell in einfarbiger Korpus-Ausführung.

Wir wohnen kleiner und sind mobiler: Sind Zerlegtmöbel die Zukunft?

Zerlegtmöbel werden sicher noch weiter an Bedeutung gewinnen und ein wichtiger Baustein zukünftiger Einrichtungskonzepte sein. „Mitnahme“ bedeutet dann „von einem Standort zum nächsten“. Darüber hinaus macht der eigenständige Aufbau so ein Möbel zu meinem „persönlichen“ Einrichtungsstück.